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Pfarrer Dr. Christian Klein
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Luther blauMobileMartin Luther ludt regelmäßig Freunde und Interessierte zu Tisch, um dort mit Ihnen über "Gott und die Welt" zu debattieren. Diese Tradition wollen wir im Jubiläumsjahr aufleben lassen. Mehrmals laden wir 2017 dazu ein, bei Tisch miteinander ins Gespräch zu kommen. Erster Termin ist Samstag, der 29. April. Dabei es geht um die soziale Frage - bei mittelalterlichen Speisen und Lutherbier. Mehr dazu unter Glaube und Spiritualität. 

enneagrammWorkshop
Enneagramm

Das Enneagramm die "Neun Gesichter der Seele" ist eine spannende Möglichkeit, sich selbst und andere besser zu verstehen. Eines der bekanntesten Bücher dazu stammt von Richard Rohr und Andreas Erbert. Es ist die Grundlage für einen Workshop, d.h. eine Möglichkeit, sich mit anderen auszutauschen und dadurch gemeinsam zu lernen. Beginn ist am Mittwoch, dem 26. April  Mehr dazu unter Nachrichten.

Lutherbibel   Altarbibel
1521/22 verbringt Martin Luther seine Zeit auf der Wartburg damit, das Neue Testament aus dem Urtext ins Deutsche zu übersetzen. Daraus entsteht die Lutherbibel, „das Original“ unter den deutschsprachigen Bibeln. 2017 erscheint sie neu revidiert und jede Gemeinde bekommt eine solche Bibel mit Widmung der Präses Anette Kurschus geschenkt. Superintendent Alfred Hammer hat sie uns am 05. März überbracht. Das besondere dazu? Lesen Sie die Nachrichten.

 

GRUNDSÄTZLICHES:
Die Barmer theologische Erklärung von 1934 hat in ihrer vierten These das Verhältnis der unterschiedlichen Ämter in der Kirche unmissverständlich zum Ausdruck gebracht:
"Die verschiedenen Ämter in der Kirche begründen keine Herrschaft der einen über die anderen, sondern die Ausübung des der ganzen Gemeinde anvertrauten und befohlenen Dienstes".

Das gleichberechtigte Miteinander von theologischen Laien und "Professionellen"  ist kennzeichnend für die Evangelische Kirche. Auch wenn die Pfarrer(innen) oftmals das Gesicht der Kirche prägen: Keine Gemeinde, Gemeinschaft oder Institution könnte existieren ohne die enge Zusamenarbeit von ehren- und hauptamtlichen Mitarbeitern.

Dies war in der Vergangenheit immer ein unschätzbarer Vorteil, birgt für die Zukunft aber auch Gefahren. In einer Zeit, die zunehmend individualistische Züge bekommt, verliert das Ehrenamt an Bedeutung. Sollte sich keine Menschen mehr finden, die sich in der Kirche engagieren wollen, ist sie vom Grundsatz her bedroht

"Ansprechpartner" in evangelischer Sicht hat daher einen doppeltn Sinn:

Erstens: Es gibt jemand, der für ein spezielles Gebiet zuständig ist.

Zweitens: Alle aber sind "zum Dienst und zum Zeugnis in der Welt berufen" (Art 18 der Kirchenordnung der Evangelischen Kirche von Westfalen).
Kinder- und Jugendarbeit in der Evangelischen Kirche ist mehr als Nachwuchsförderung. Jesus selbst stellt die Kinder in ihrem religiösen Urvertrauen den Erwachsenen als Vorbild hin: "Laßt die Kinder zu mir kommen und wehret ihnen nicht; denn solchen gehört das Reich Gottes" (Mk 10,14). So ist der kirchliche Kontakt mit der heranwachsenden Generation als wechselseitiger Lernprozess gedacht: Beide lernen im Umgang miteinander voneinander.
Eine differenzierte Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ist deshalb erforderlich, weil die Lebenswelten dieser Generation sich fundamental von der der Erwachsenen unterscheiden. Man begegnet Gott anders nd bringt diese Erfahrung auch anders zum Ausdruck. Hier verstehen zu können und verstanden zu werden erfordert spezielle und flexible Kommunikationsformen von Seiten der Kirche.
"Du kannst nicht Gott lieben und gleichzeitig auch noch das Geld" (Mt 6,24 par) gibt Jesus seinen Jüngern mit auf den Weg. Deshalb sind bei uns die Prioritäten klar gesetzt: Unsere Aufgabe ist es, die Botschaft von der Liebe Gottes zu verkündigen.
Doch genau für diese Aufgabe brauchen wir in dieser Welt Finanzmittel. Zur Erhaltung von Gebäuden und Infrastruktur, zur Beschaffung von Materialien und  Ausstattungen, zur Bezahlung unserer Mitarbeiter.
Den größten Teil bekommen wir aus den Kirchensteuern unserer Mitglieder. Ein weiterer Teil sind Zuschüsse von staatlichen Stellen für Aufgaben, die wir an Ihrer Stelle übernehmen. Und der kleinste Teil sind Spenden und Erträge, die wir aus Vermietung und Verpachtung erzielen.
Das hier alles mit rechten Dingen zugeht, darüber wachen die Kirchmeister und die Rechnungsprüfer. Denn wie steht schon im Hebräerbrief: Die Gemeindeleitung wird "über ihren Dienst Rechenschaft geben müssen. Das sollen sie mit Freude tun können anstatt mit Seufzen und Stöhnen" (Hebr 13,14)
 
Kirche hatte immer schon drei wesentliche Lebensäußerungen: Die Verkündigung (martyria-kerygma), die Feier (leiturgia) und die tätige Nächstenliebe, die Diakonie.
In der
Präambel der Satzung des diakonischen Werkes der EKD heißt es: "Die Kirche hat den Auftrag, Gottes Liebe zur Welt in Jesus Christus allen Menschen zu bezeugen. Diakonie ist eine Gestalt dieses Zeugnisses und nimmt sich besonders der Menschen in leiblicher Not, in seelischer Bedrängnis und in sozial ungerechten Verhältnissen an. Sie sucht auch die Ursachen dieser Nöte zu beheben."
Daher ist die Diakonie soetwas wie der praktisch-soziale Arm der Evangelischen Kirche; das gegenüber und der Partner der katholischen Caritas.
Sie ist als Diakonisches Werk in verschiedene Ämter und Aufgabenbereiche gegliedert und als Verband verfasst. Die diakonische Arbeit in der Gemeinde ist Teil dieses Verbandes, geschieht aber auch in eigener Verantwortung - jedoch immer in Verantwortung vor dem einen Herrn, der nicht fragt: "Wer ist mein Nächster?" sondern "Wem kann ich zum Nächsten werden?" (Lk 10,29-37)
 

 

Kirche hatte immer schon drei wesentliche Lebensäußerungen: Die Verkündigung (martyria-kerygma), die Feier (leiturgia) und die tätige Nächstenliebe, die Diakonie.
In der
Präambel der Satzung des diakonischen Werkes der EKD heißt es: "Die Kirche hat den Auftrag, Gottes Liebe zur Welt in Jesus Christus allen Menschen zu bezeugen. Diakonie ist eine Gestalt dieses Zeugnisses und nimmt sich besonders der Menschen in leiblicher Not, in seelischer Bedrängnis und in sozial ungerechten Verhältnissen an. Sie sucht auch die Ursachen dieser Nöte zu beheben."
Daher ist die Diakonie soetwas wie der praktisch-soziale Arm der Evangelischen Kirche; das gegenüber und der Partner der katholischen Caritas.
Sie ist als Diakonisches Werk in verschiedene Ämter und Aufgabenbereiche gegliedert und als Verband verfasst. Die diakonische Arbeit in der Gemeinde ist Teil dieses Verbandes, geschieht aber auch in eigener Verantwortung - jedoch immer in Verantwortung vor dem einen Herrn, der nicht fragt: "Wer ist mein Nächster?" sondern "Wem kann ich zum Nächsten werden?" (Lk 10,29-37)
 
 

 

"Wir sind dazu geboren, einander mitzuteilen.
Weshalb? Doch nicht bloß, um Liebesgeschichten vorzulesen, auf Gastmählern zu wetteifern oder darüber zu reden, wie man am besten Geld scheffeln kann. Nein, die Menschen sollen einander über Gott und die Pflichten der Ethik unterrichten. Das wechselseitige Gespräch möge in guter Gesinnung erfolgen, das heißt, es soll eine wirklich angenehme Auseinandersetzung über diese grundlegenden Dinge sein ".

Besser als mit diesen Worten Philipp Melanchthon kann man den Sinn und Zweck kirchlichen Unterrichts (kurz KU genannt) nicht ausdrücken. In zwei Jahren bereitet er das Kind auf die Konfirmation und damit auf das mündige Christsein vor. Und es geht darin um mehr als um "basics" evangelischen Glaubens. Es geht um "grundlegende Dinge":
Wie will ich als Christ mein Leben führen? Auf diese Frage am Ende eine verantwortliche Antwort geben zu können, ist Ziel des KU - und zwar in Form des miteinander und voneinander Lernens zwischen Lehrendem und Lernenden.
"Wir sind dazu geboren, einander mitzuteilen.
Weshalb? Doch nicht bloß, um Liebesgeschichten vorzulesen, auf Gastmählern zu wetteifern oder darüber zu reden, wie man am besten Geld scheffeln kann. Nein, die Menschen sollen einander über Gott und die Pflichten der Ethik unterrichten. Das wechselseitige Gespräch möge in guter Gesinnung erfolgen, das heißt, es soll eine wirklich angenehme Auseinandersetzung über diese grundlegenden Dinge sein ".


Besser als mit diesen Worten Philipp Melanchthon kann man den Sinn und Zweck kirchlichen Unterrichts (kurz KU genannt) nicht ausdrücken. In zwei Jahren bereitet er das Kind auf die Konfirmation und damit auf das mündige Christsein vor. Und es geht darin um mehr als um "basics" evangelischen Glaubens. Es geht um "grundlegende Dinge":
Wie will ich als Christ mein Leben führen? Auf diese Frage am Ende eine verantwortliche Antwort geben zu können, ist Ziel des KU - und zwar in Form des miteinander und voneinander Lernens zwischen Lehrendem und Lernenden.
Seelsorge ist nicht, um ein Wort Eduard Thurneysens aufzunehmen, die Sorge um die Seele des Menschen,sondern die Sorge um den Menschen als Seele. Jeder Mensch ist in eine Vielzahl von Beziehungen eingebunden. Er ist Partner/in, Elternteil, Kind, Freund/in, Arbeitskollege/in etc. Nicht immer gelingt der Aufbau und die Gestaltung dieser Beziehungen. Wir glücken und wir scheitern. Martin Luther hat dies als "simul justus et peccator" beschrieben, zugleich Sünder und gerechtfertigt. Soll heißen: Selten sind wir die Menschen, die wir sein wollen und wie Gott sie will. 
Wer Hilfe nach dem Scheitern und Beratung im Wirrwarr seines Lebens-Beziehungsgefechtes haben will, der findet sie in der Seelorge.
Sie ist keine Alternative zu einer Therapie, eher eine Vorstufe oder Ergänzung. Denn sie nimmt den/die Ratsuchende aus einem spezifischen Blickwinkel wahr: Als von Gott geliebtes und gefordertes Geschöpf. Außerdem mahnt schon Paulus von der Gemeinde in Rom: "Dient dem Herrn! Nehmt euch der Nöte der Heiligen an" (12,11.13).  Dies mit aller Konsequenz und Professionalität zu tun, ist Ziel und Aufgabe der Seelsorge!
Die Barmer theologische Erklärung von 1934 hat in ihrer vierten These das Verhältnis der unterschiedlichen Ämter in der Kirche unmissverständlich zum Ausdruck gebracht:
"Die verschiedenen Ämter in der Kirche begründen keine Herrschaft der einen über die anderen, sondern die Ausübung des der ganzen Gemeinde anvertrauten und befohlenen Dienstes".

Das gleichberechtigte Miteinander von theologischen Laien und "Professionellen"  ist kennzeichnend für die Evangelische Kirche. Auch wenn die Pfarrer(innen) oftmals das Gesicht der Kirche prägen: Keine Gemeinde, Gemeinschaft oder Institution könnte existieren ohne die enge Zusamenarbeit von ehren- und hauptamtlichen Mitarbeitern.

Dies war in der Vergangenheit immer ein unschätzbarer Vorteil, birgt für die Zukunft aber auch Gefahren. In einer Zeit, die zunehmend individualistische Züge bekommt, verliert das Ehrenamt an Bedeutung. Sollte sich keine Menschen mehr finden, die sich in der Kirche engagieren wollen, ist sie vom Grundsatz her bedroht

"Ansprechpartner" in evangelischer Sicht hat daher einen doppeltn Sinn:

Erstens: Es gibt jemand, der für ein spezielles Gebiet zuständig ist.

Zweitens: Alle aber sind "zum Dienst und zum Zeugnis in der Welt berufen" (Art 18 der Kirchenordnung der Evangelischen Kirche von Westfalen).
Die Barmer theologische Erklärung von 1934 hat in ihrer vierten These das Verhältnis der unterschiedlichen Ämter in der Kirche unmissverständlich zum Ausdruck gebracht:
"Die verschiedenen Ämter in der Kirche begründen keine Herrschaft der einen über die anderen, sondern die Ausübung des der ganzen Gemeinde anvertrauten und befohlenen Dienstes".

Das gleichberechtigte Miteinander von theologischen Laien und "Professionellen"  ist kennzeichnend für die Evangelische Kirche. Auch wenn die Pfarrer(innen) oftmals das Gesicht der Kirche prägen: Keine Gemeinde, Gemeinschaft oder Institution könnte existieren ohne die enge Zusamenarbeit von ehren- und hauptamtlichen Mitarbeitern.

Dies war in der Vergangenheit immer ein unschätzbarer Vorteil, birgt für die Zukunft aber auch Gefahren. In einer Zeit, die zunehmend individualistische Züge bekommt, verliert das Ehrenamt an Bedeutung. Sollte sich keine Menschen mehr finden, die sich in der Kirche engagieren wollen, ist sie vom Grundsatz her bedroht

"Ansprechpartner" in evangelischer Sicht hat daher einen doppeltn Sinn:

Erstens: Es gibt jemand, der für ein spezielles Gebiet zuständig ist.

Zweitens: Alle aber sind "zum Dienst und zum Zeugnis in der Welt berufen" (Art 18 der Kirchenordnung der Evangelischen Kirche von Westfalen).
Die Barmer theologische Erklärung von 1934 hat in ihrer vierten These das Verhältnis der unterschiedlichen Ämter in der Kirche unmissverständlich zum Ausdruck gebracht:
"Die verschiedenen Ämter in der Kirche begründen keine Herrschaft der einen über die anderen, sondern die Ausübung des der ganzen Gemeinde anvertrauten und befohlenen Dienstes".

Das gleichberechtigte Miteinander von theologischen Laien und "Professionellen"  ist kennzeichnend für die Evangelische Kirche. Auch wenn die Pfarrer(innen) oftmals das Gesicht der Kirche prägen: Keine Gemeinde, Gemeinschaft oder Institution könnte existieren ohne die enge Zusamenarbeit von ehren- und hauptamtlichen Mitarbeitern.

Dies war in der Vergangenheit immer ein unschätzbarer Vorteil, birgt für die Zukunft aber auch Gefahren. In einer Zeit, die zunehmend individualistische Züge bekommt, verliert das Ehrenamt an Bedeutung. Sollte sich keine Menschen mehr finden, die sich in der Kirche engagieren wollen, ist sie vom Grundsatz her bedroht

"Ansprechpartner" in evangelischer Sicht hat daher einen doppeltn Sinn:

Erstens: Es gibt jemand, der für ein spezielles Gebiet zuständig ist.

Zweitens: Alle aber sind "zum Dienst und zum Zeugnis in der Welt berufen" (Art 18 der Kirchenordnung der Evangelischen Kirche von Westfalen).
Die Taufe ist das "Eintrittstor" in unsere Religion. Schon von Johannes dem Täufer im Jordan an Jesus selbst vollzogen, nehmen die ersten Christen dies auf. Der scheidende Jesus selbst befiehlt es seinen Jüngern in den Schlussworten des Matthäusevangeliums (MT 28,18-20). Damit wird es zum verbindenden Band aller christlichen Kirchen und Konfessionen.

Die Taufe fügt ein in den "Leib Christi" (die Gemeinschaft aller Glaubenden) sie bewirkt die Vergebung der Sünden und erfüllt mit dem Heiligen Geist. Der Täufling empfängt somit eine Fülle von Gaben, die jedoch eher Samen sind als Früchte. Sie müssen und sollen sich im Laufe des Christenlebens entfalten. Daher bekommt jeder Täufling mindestens einen Paten an die Seite gestellt, der für die Entfaltung mit Sorge tragen soll.

Gleichzeitig ist die Taufe auch Auftrag in doppelter Hinsicht.
An die Eltern und Paten: Sie müssen versprechen, für die christliche Erziehung zu sorgen
Für den Täufling: Sich dieser Berufung würdig zu erweisen.

Da die Taufe auch immer Mitgliedschaft in der Ortsgemeinde bedeutet, ist sie der zentrale Aufnahmeakt der christlichen Kirche. Mag sie auch ein Familienfest sein - auch für uns ist jeder Täufling Anlass zur Freude: Die Sache Jesu geht weiter!
Der Taufspruch kann so etwas werden wie eine Überschrift über den nun folgenden Lebensabschnitt an Gottes Seite. Er ist ein Wort der Ermutigung und des Zuspruchs aus der Bibel. Er will dem Täufling (und ggf seinen Eltern) vor Augen führen: Gott sagt "'Ja" zu deinem Leben; es ist schön, daß es dich gibt.

Die nachstehende Sammlung von Taufsprüchen soll Ihnen Hilfestellung bei der Auswahl geben. Natürlich können Sie auch gern ein eigenes Bibelwort wählen. Doch sollte sich in dem von Ihnen gewählten Wort etwas von der oben genannten Zusage widerspiegeln.
 
Der Tod ist sichere Gewissheit. Die Trauer um den geliebten Menschen ist die schmerzvolle Folge. Und das Abschiednehmen von der/dem Verstorbenen ein notwendiger Akt.

Seit es Christen gibt, haben sie alles drei mit der Botschaft von dem Sieg des Lebens über den Tod verbunden. Weil Jesus Christus von den Toten auferstanden ist, haben auch wir die Gewissheit eines Lebens nach dem Tod.

Die christliche Beerdigung hilft in Worten und Handlungen das für manche Menschen unfassbare fassbar zu machen.
Die Hinterbliebenen haben einen schweren Weg vor sich. Heraus aus dem bisherigen Leben, hin in ein neues, das sie bisher kaum sehen können. Auf einem schmalen Weg über einen Abgrund aus Tränen, Verzweiflung und Ungewissheit.
Die meisten Menschen können diesen Weg alleine gehen. Schaffen es seit Jahrtausenden. Die kirchliche Bestattung und Begleitung Trauernder nimmt den Hinterbliebenen die schweren Schritte nicht ab. Aber sie baut ein Geländer, an dem sich der/die Wandernde festhalten und Orientierung finden kann.
Das Recht auf Kirchenaustritt ergibt sich aus dem in der Verfassung unseres Staates garantierten Recht auf freie Religionsausübung. Wir haben keine Staatskirche und so darf auch keiner gegen seinen Willen zur Mitgliedschaft in einer religiösen Gemeinschaft gezwungen werden. Rund 24 Millionen Menschen oder 29 % der Gesamtbevölkerung Deutschlands sind Mitglied der evangelischen Kirche mit leicht fallender Tendenz.

Mit dem Austritt verliert das Gemeindeglied das Recht auf alle kirchlichen Ämter und Amtshandlungen, darf also z.B. nicht mehr Pate werden und kann auch nicht kirchlich bestattet werden.
Unabhängig von dem Austritt aus der verfassten Kirche bleibt die Eingliederung in den Leib Christi bestehen, so wird auch die Taufe bei einem späteren Wiedereintritt oder Übertritt nicht wiederholt.

Der Eintritt in die Kirche bedeutet zugleich Mitgliedschaft in der Ortsgemeinde, daher entscheidet der/die jeweilige Pfarrer/in vor Ort über die Aufnahme. In den meisten Kirchenkreisen gibt es darüber hinau "Wiedereintritts-Stellen".
Wichtiger als numerische oder finanzielle Zuwachs durch einen Eintritt ist für eine Kirchengemeinde jedoch der ideelle Wert eines neuen Gläubigen und Mitarbeiters "im Weihberg Gottes".



Eine Kirchengemeinde ist so vielgestaltig wie das Leben selbst und geht über die gottesdienstlichen Feiern hinaus. Hier konkretisiert sich der evangelische Grundsatz, dass Gemeinde und christliche Gemeinschaft immer da ist, wo zwei oder drei in Seinem Namen versammelt sind (Mt 18,20).

Die Initiative geht in der Regel von den Gemeindegliedern selbst aus. Sie initiieren neue Angebote und lassen auch nicht mehr Erforderliches hinter sich zurück. Es gibt jedoch auch Arbeitsfelder (wie die Diakonie oder aktuelle Aktionen) mit denen die Gemeindeleitung (Pfarrer/in und Presbyterium) auf Herausforderungen der Zeit reagiert.

So ist das Erscheinungsbild einer Gemeinde einem steten Wandel unterworfen. Wo dies nicht geschieht, geschieht auch kein lebendiges Gemeindeleben mehr.

Im Prinzip gibt es keine Grenze für Angebote und Initiativen. Jedes Gemeindeglied kann für sein Anliegen Raum und Zeit im kirchlichen Kalender finden.

Das biblische Bild dafür ist das Gleichnis vom Unkraut unter dem Weizen (Mt 13,24-30): Alles hat das Recht heranzuwachsen und zu zeigen, was darin steckt. Entscheidend ist das Kriterium, ob es in Wort und/oder Tat die frohe Botschaft vom liebevollen Kommen Gottes in unsere Welt verkündet.
Fundraising heißt  - genau übersetzt - "Mittelbeschaffung" oder auch "Spenden sammeln".
Auch wenn der Begriff neu ist, die Sache selbst ist es nicht. Schon der Apostel Paulus sammelte auf seinen Reisen Geld für die Bedürftigen der Jerusalemer Urgemeinde (vgl 1.Kor 16; 2.Kor.8; Gal 2).
Dies ist bis heute so geblieben. In jedem Gottesdienst und durch Sonderaktionen sammelt die Kirche Geld: Für sozial Schwache und diakonische Projekte, Baumassnahmen und große Renovierungen, Verschönerungen und Neuanschaffungen, die aus dem normalen Haushalt nicht zu finanzieren sind.
Denn die Einnahmen aus Kirchensteuern gehen stetig zurück, die Aufgaben und Ausgaben dagegen wachsen stetig. So bemüht sich die Kirche und jede Gemeinde inzwischen systematisch um Unterstützung, damit sie ihre Aufgabe in der Welt erfüllen kann.
Dazu gehört ein professionelles Management, eine minimale Verwaltung und ein transparenter Umgang mit dem Anvertrauten. Jede/r soll wissen, dass seine Gabe dort ankommt, wo er sie hin haben wollte. Denn: "Ein jeder, wie er's sich im Herzen vorgenommen hat, nicht mit Unwillen oder aus Zwang; denn einen fröhlichen Geber hat Gott lieb" (2.Kor 9,7).
Kinder- und Jugendarbeit in der Evangelischen Kirche ist mehr als Nachwuchsförderung. Jesus selbst stellt die Kinder in ihrem religiösen Urvertrauen den Erwachsenen als Vorbild hin: "Laßt die Kinder zu mir kommen und wehret ihnen nicht; denn solchen gehört das Reic,14). So ist der kirchliche Kontakt mit der heranwachsenden Generation aprozess gedacht: Beide lernen im Umgang miteinander voneinander.

Eine differenzierte Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ist deshalb erforderlich, weil die Lebenswelten dieser Generation sich fundamental von der der Erwachsenen unterscheiden. Man begegnet Gott anders nd bringt diese Erfahrung auch anders zum Ausdruck. Hier verstehen zu können und verstanden zu werden erfordert spezielle und flexible Kommunikationsformen von Seiten der Kirche.

Doch auch hier stehen wir in guter Tradition: Jesus "erfand" die literarische Form des Gleichnisses, um seine Vorstellung vom Reich Gottes seinen Zeitgenossen nahe zu bringen.

 

Es mag komisch klingen, im Rahmen einer Kirchengemeinde von "Service" zu sprechen. Schließlich ist die Aufgabe der Kirche die Verkündigung des Reiches Gottes, nicht die Angleichung an diese Welt und ihre Geschäftigkeit.

Doch schließlich wollen Menschen mit uns in Kontakt treten, müssen zu uns finden können und wollen wissen, was für Angebote wir für sie haben.

So bleibt unser Service ein notwendiges Übel zur Erfüllung unserer Aufgabe (siehe oben).
Es mag komisch klingen, im Rahmen einer Kirchengemeinde von "Service" zu sprechen. Schließlich ist die Aufgabe der Kirche die Verkündigung des Reiches Gottes, nicht die Angleichung an diese Welt und ihre Geschäftigkeit.

Doch schließlich wollen Menschen mit uns in Kontakt treten, müssen zu uns finden können und wollen wissen, was für Angebote wir für sie haben.

So bleibt unser Service ein notwendiges Übel zur Erfüllung unserer Aufgabe (siehe oben).
Es mag komisch klingen, im Rahmen einer Kirchengemeinde von "Service" zu sprechen. Schließlich ist die Aufgabe der Kirche die Verkündigung des Reiches Gottes, nicht die Angleichung an diese Welt und ihre Geschäftigkeit.

Doch schließlich wollen Menschen mit uns in Kontakt treten, müssen zu uns finden können und wollen wissen, was für Angebote wir für sie haben.

So bleibt unser Service ein notwendiges Übel zur Erfüllung unserer Aufgabe (siehe oben).
Bekenntnisse gehören zur Geschichte des Christentums von Anfang an. Schon die ersten Christen bekannten mit einem an die Hauswand gezeichneten Fisch sich zu Jesus Christus, dem Sohn Gottes und Retter.

Im Verlaufe der Kirchengeschichte sind viele weitere Bekenntnisse dazu gekommen, so zum Beispiel das nicänische und apostolische Glaubensbekenntnis, die Aussagen der Reformationszeit oder die Barmer Theologische Erklärung vom Mai 1934.

Kirchen und Glaubensgemeinschaften legen von Zeit zu Zeit Rechenschaft über ihren Glaubensinhalt ab. Sie sollen die Glaubenden vergewissern ("Das glauben wir!") und den Aussenstehenden deutlich machen: "So sind wir!"

Heute nennt man dies "Leitbild" und es gehört zu den Grundaufgaben einer lebendigen Kirchengemeinde. In regelmäßigen Abständen nimmt sie eine Standortbestimmung vor und überprüft: Stehen wir noch auf dem Boden der Tradition?
Und gleichermaßen im Dialog mit den Herausforderungen der Zeit?
Was sind unsere Antworten auf die Fragen der Menschen?
Es mag komisch klingen, im Rahmen einer Kirchengemeinde von "Service" zu sprechen. Schließlich ist die Aufgabe der Kirche die Verkündigung des Reiches Gottes, nicht die Angleichung an diese Welt und ihre Geschäftigkeit.

Doch schließlich wollen Menschen mit uns in Kontakt treten, müssen zu uns finden können und wollen wissen, was für Angebote wir für sie haben.

So bleibt unser Service ein notwendiges Übel zur Erfüllung unserer Aufgabe (siehe oben).
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Die differenzierte Betrachtung der einzelnen Gruppen innerhalb einer Gemeinde ist so alt wie die Kirche selbst. Biblische Bilder davon sind das Haus aus lebendigen Steinen oder der Leib mit den vielen Gliedern. Genauso alt ist jedoch auch der Grundsatz, dass dies keine Wertigkeit bedeutet. Jede/r einzelne und jede Gruppe innerhalb der Kirche hat seinen Wert und seine Berechtigung, solange sie dem Evangelium dient.

Die "neuen Alten" wie die Generation 55+ oft genannt wird, stellen die Kirche vor eine besondere Aufgabe. Nicht nur, dass sie bald die größte Bevölkerungsgruppe bilden werden. Auch der Umfang ihrer Beteiligung am öffentlichen Leben geht weit über das hinaus, was früheren Generationen möglich war.

Sie sind gleichzeitig Chance und Herausforderung für die Gemeinden vor Ort. Sie bilden den Fundus und das Rückgrat für die unverzichtbare ehrenamtliche Arbeit. Sie erforden aber auch aktive und differenzierte Angebote, die weit über das "Betreuungsangebot" früherer Zeiten hinausgehen.

Leitmotiv ist die biblische Figur des Erzvaters Abraham. Er war bereits 75 Jahre, als sich für ihn durch Gottes Wort noch einmal ein ganz neues Lebenskapitel öffnete.

Die Kirche kannte immer schon drei wesentliche Lebensäußerungen: Die Verkündigung (martyria-kerygma), die Feier (leiturgia) und die tätige Nächstenliebe, die Diakonie.
In der Präambel der Satzung des diakonischen Werkes der EKD heißt es: "Die Kirche hat den Auftrag, Gottes Liebe zur Welt in Jesus Christus allen Menschen zu bezeugen. Diakonie ist eine Gestalt dieses Zeugnisses und nimmt sich besonders der Menschen in leiblicher Not, in seelischer Bedrängnis und in sozial ungerechten Verhältnissen an. Sie sucht auch die Ursachen dieser Nöte zu beheben."
Daher ist die Diakonie soetwas wie der praktisch-soziale Arm der Evangelischen Kirche; das gegenüber und der Partner der katholischen Caritas.
Sie ist als Diakonisches Werk in verschiedene Ämter und Aufgabenbereiche gegliedert und als Verband verfasst. Die diakonische Arbeit in der Gemeinde ist Teil dieses Verbandes, geschieht aber auch in eigener Verantwortung - jedoch immer in Verantwortung vor dem einen Herrn, der nicht fragt: "Wer ist mein Nächster?" sondern "Wem kann ich zum Nächsten werden?" (Lk 10,29-37)

 

Die Barmer theologische Erklärung von 1934 hat in ihrer vierten These das Verhältnis der unterschiedlichen Ämter in der Kirche unmissverständlich zum Ausdruck gebracht:
"Die verschiedenen Ämter in der Kirche begründen keine Herrschaft der einen über die anderen, sondern die Ausübung des der ganzen Gemeinde anvertrauten und befohlenen Dienstes".

Das gleichberechtigte Miteinander von theologischen Laien und "Professionellen"  ist kennzeichnend für die Evangelische Kirche. Auch wenn die Pfarrer(innen) oftmals das Gesicht der Kirche prägen: Keine Gemeinde, Gemeinschaft oder Institution könnte existieren ohne die enge Zusamenarbeit von ehren- und hauptamtlichen Mitarbeitern.

Dies war in der Vergangenheit immer ein unschätzbarer Vorteil, birgt für die Zukunft aber auch Gefahren. In einer Zeit, die zunehmend individualistische Züge bekommt, verliert das Ehrenamt an Bedeutung. Sollten sich keine Menschen mehr finden, die sich in der Kirche engagieren wollen, ist sie vom Grundsatz her bedroht

"Ansprechpartner" in evangelischer Sicht hat daher einen doppelten Sinn:

Erstens: Es gibt jemanden, der für ein spezielles Gebiet zuständig ist.

Zweitens: Alle aber sind "zum Dienst und zum Zeugnis in der Welt berufen" (Art 18 der Kirchenordnung der Evangelischen Kirche von Westfalen).
Kirche hatte immer schon drei wesentliche Lebensäußerungen: Die Verkündigung (martyria-kerygma), die Feier (leiturgia) und die tätige Nächstenliebe, die Diakonie.
In der Präambel der Satzung des diakonischen Werkes der EKD heißt es: "Die Kirche hat den Auftrag, Gottes Liebe zur Welt in Jesus Christus allen Menschen zu bezeugen. Diakonie ist eine Gestalt dieses Zeugnisses und nimmt sich besonders der Menschen in leiblicher Not, in seelischer Bedrängnis und in sozial ungerechten Verhältnissen an. Sie sucht auch die Ursachen dieser Nöte zu beheben."
Daher ist die Diakonie soetwas wie der praktisch-soziale Arm der Evangelischen Kirche; das gegenüber und der Partner der katholischen Caritas.
Sie ist als Diakonisches Werk in verschiedene Ämter und Aufgabenbereiche gegliedert und als Verband verfasst. Die diakonische Arbeit in der Gemeinde ist Teil dieses Verbandes, geschieht aber auch in eigener Verantwortung - jedoch immer in Verantwortung vor dem einen Herrn, der nicht fragt: "Wer ist mein Nächster?" sondern "Wem kann ich zum Nächsten werden?" (Lk 10,29-37)
Kirche hatte immer schon drei wesentliche Lebensäußerungen: Die Verkündigung (martyria-kerygma), die Feier (leiturgia) und die tätige Nächstenliebe, die Diakonie.
In der
Präambel der Satzung des diakonischen Werkes der EKD heißt es: "Die Kirche hat den Auftrag, Gottes Liebe zur Welt in Jesus Christus allen Menschen zu bezeugen. Diakonie ist eine Gestalt dieses Zeugnisses und nimmt sich besonders der Menschen in leiblicher Not, in seelischer Bedrängnis und in sozial ungerechten Verhältnissen an. Sie sucht auch die Ursachen dieser Nöte zu beheben."
Daher ist die Diakonie soetwas wie der praktisch-soziale Arm der Evangelischen Kirche; das gegenüber und der Partner der katholischen Caritas.
Sie ist als Diakonisches Werk in verschiedene Ämter und Aufgabenbereiche gegliedert und als Verband verfasst. Die diakonische Arbeit in der Gemeinde ist Teil dieses Verbandes, geschieht aber auch in eigener Verantwortung - jedoch immer in Verantwortung vor dem einen Herrn, der nicht fragt: "Wer ist mein Nächster?" sondern "Wem kann ich zum Nächsten werden?" (Lk 10,29-37)
Schon in der Bibel wurde berichtet, dass sich Menschen taufen ließen "mit ihrem ganzen Haus". Eltern, Kinder, Bedienstete- alle, die zur Hausgemeinschaft gehörten.
Die Familie als immer noch vorrangige - und gottgewollte - Lebensgemeinschaft spielt auch für die Evangelische Kirche die Hauptrolle. Sie will Eltern und Kinder begleiten, ihnen Orientierung im Zusammenleben geben und bei Schwierigkeiten unterstützen. Leitbild ist dabei das fünfte Gebot (Du sollst Vater und Mutter ehren), das zu einer umfassenden Generationssolidarität auffordert.
Unbeschadet dieser Hauptrolle wissen wir, dass sich die Gesellschaft auch in familiärer Hinsicht im Wandel befindet. Neue Lebensformen, alleinerziehende Elternteile, "Patchwork"-Familien sind hier nur einige Schlagworte, die im Geist des Evangeliums neu zu bedenken sind. Sie waren noch nicht im Blickpunkt Jesu und der biblischen Autoren, doch auch ihnen gilt Gottes Fürsorge und Gottes Wort: "Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen" (Mt 18,20).
Der Gottesdienst ist die zentrale Veranstaltung und Glaubensäußerung einer jeden christlichen Gemeinde. Sie lobt Gott für seine Taten, erbittet Vergebung für getanes Fehlverhalten, hört auf Schriftlesungen und ihre Auslegung - die Predigt - , bekommt Trost und Erbauung und bringt ihre Anliegen in Bitten vor ihn.

Weitere regelmäßige, aber nicht ständige Elemente sind das Abendmahl und Taufen.

Im Gottesdienst weiss sich die christliche Gemeinde in doppelter Weise verbunden: Mit ihrem erhöhten Herrn und mit den Gläubigen vor Ort. Deshalb ist der Gottesdienst etwas anderes als z.B. eine Mitgliederversammlung.

Einladen zum Gottesdienst tut die Gemeinde, geleitet wird der Gottesdienst von einem/einer von der Kirche dazu Berufenen und Ordinierten. Dazu können noch weitere Gestaltende kommen: Musiker, Organist/in, Küster/in, Lektor(inn)en ...

Originärer Tag für die Feier des Gottesdienstes ist der Sonntag, "Tag des Herrn". Zu besonderen Anlässen kann jedoch zusätzlich an anderen Tagen Gottesdienst gefeiert werden. Doch bleibt der Sonntag als "Tag des Herrn" Gott in besonderer Weise geweiht und vorbehalten.
Kinder- und Jugendarbeit in der Evangelischen Kirche ist mehr als Nachwuchsförderung. Jesus selbst stellt die Kinder in ihrem religiösen Urvertrauen den Erwachsenen als Vorbild hin: "Laßt die Kinder zu mir kommen und wehret ihnen nicht; denn solchen gehört das Reich Gottes" (Mk 10,14). So ist der kirchliche Kontakt mit der heranwachsenden Generation als wechselseitiger Lernprozess gedacht: Beide lernen im Umgang miteinander voneinander.

Eine differenzierte Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ist deshalb erforderlich, weil die Lebenswelten dieser Generation sich fundamental von der der Erwachsenen unterscheiden. Man begegnet Gott anders und bringt diese Erfahrung auch anders zum Ausdruck. Hier verstehen zu können und verstanden zu werden erfordert spezielle und flexible Kommunikationsformen von Seiten der Kirche.

Doch auch hier stehen wir in guter Tradition: Jesus "erfand" die literarische Form des Gleichnisses, um seine Vorstellung vom Reich Gottes seinen Zeitgenossen nahe zu bringen.
Der Gottesdienst ist die zentrale Veranstaltung und Glaubensäußerung einer jeden christlichen Gemeinde. Sie lobt Gott für seine Taten, erbittet Vergebung für getanes Fehlverhalten, hört auf Schriftlesungen und ihre Auslegung - die Predigt -  bekommt Trost und Erbauung und bringt ihre Anliegen in Bitten vor ihn.

Weitere regelmäßige, aber nicht ständige Elemente sind das Abendmahl und Taufen.

Im Gottesdienst weiss sich die christliche Gemeinde in doppelter Weise verbunden: Mit ihrem erhöhten Herrn und mit den Gläubigen vor Ort. Deshalb ist der Gottesdienst etwas anderes als z.B. eine Mitgliederversammlung.

Einladen zum Gottesdienst tut die Gemeinde, geleitet wird der Gottesdienst von einem/einer von der Kirche dazu Berufenen und Ordinierten. Dazu können noch weitere Gestaltende kommen: Musiker, Organist/in, Küster/in, Lektor(inn)en ...

Originärer Tag für die Feier des Gottesdienstes ist der Sonntag, Zu besonderen Anlässen kann jedoch zusätzlich an anderen Tagen Gottesdienst gefeiert werden. Doch bleibt der Sonntag als "Tag des Herrn" Gott in besonderer Weise geweiht und vorbehalten.
In einer Kirchengemeinde wird nicht nur gearbeitet, es wird auch gefeiert. Das hat gleich mehrere gute Gründe.

Erstens, weil es der, von dem wir den Namen haben, auch schon so gehalten hat. Mehrfach wird berichtet, dass Jesus bei Menschen einkehrte, um ein Festmahl zu halten oder mit seinen Anhänger(inne)n Feste feierte.

Zweitens ist die Kunst des Feierns ein Teil der Lebenskunst. Feste und Feiern gehören zum Lebenskreis und sind unverzichtbarer Bestandteil des Menschen als "zoon politicon", als soziales Wesen.

Und drittens gibt es kaum eine so gute Gelegenheit mit den unterschiedlichsten Menschen ins Gespräch zu kommen. Über das, was die ärgert und was Ihnen Sorgen macht, über ihre Vorstellungen von Kirche und Gemeinde, Gott und der Welt. So setzen wir auf diese Art den Hinweis des Apostels Palus um " Freut euch mit den Fröhlichen und weint mit den Weinenden" (Röm 12,15).

"Amtshandlungen" nennt man es, wenn die Kirche als Amtperson in Erscheinung tritt. Wenn sie  rituelle Handlungen vollzieht, die Menschen in Schlüsselzeiten begleitet und diese deutet. Taufe, Trauung und Beerdigung zählen klassisch dazu. Auch der Ein- oder Austritt aus der Kirche sei hier dazu gezählt, auch wenn letzteres sich meist ohne kirchliches Zutun vollzieht.

Da die Handlungen lebensbiographisch orientiert sind, kommt jedes Gemeindemitglied im Laufe des Lebens schon "zwangsweise" mit seiner/ihrer Kirche in Kontakt. Für beide Seiten bietet dies die Chance für eine Neujustierung und evtl. Intensivierung.

Normalerweise vollzieht die "Amtshandlung" auch die Amtsperson, also der /die Ortspfarrer/in. Dazu berechtigt ist aber jede(r) ordinierte Diener/in des Wortes nach Absprache. In Notzeiten oder in Momenten der Lebensgefahr darf sogar jedes getaufte Gemeindemitglied taufen, muss diese Taufe dann aber schnellstmöglich dem/der Ortspfarrer/in melden.
Der Handlung geht immer ein Gespräch voraus, in dem die Einzelheiten geklärt und Wünsche nach Möglichkeit berücksichtigt werden.

So sind die "Amtshandlungen" mehr als der Name vermuten läßt - sie sind institutionalisierte Kontaktflächen zwischen Gemeinde und Gemeindemitgliedern.

 

Kinder- und Jugendarbeit in der Evangelischen Kirche ist mehr als Nachwuchsförderung. Jesus selbst stellt die Kinder in ihrem religiösen Urvertrauen den Erwachsenen als Vorbild hin: "Laßt die Kinder zu mir kommen und wehret ihnen nicht; denn solchen gehört das Reich Gottes" (Mk 10,14). So ist der kirchliche Kontakt mit der heranwachsenden Generation als wechselseitiger Lernprozess gedacht: Beide lernen im Umgang miteinander voneinander.

Eine differenzierte Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ist deshalb erforderlich, weil die Lebenswelten dieser Generation sich fundamental von der der Erwachsenen unterscheiden. Man begegnet Gott anders nd bringt diese Erfahrung auch anders zum Ausdruck. Hier verstehen zu können und verstanden zu werden erfordert spezielle und flexible Kommunikationsformen von Seiten der Kirche.

Doch auch hier stehen wir in guter Tradition: Jesus "erfand" die literarische Form des Gleichnisses, um seine Vorstellung vom Reich Gottes seinen Zeitgenossen nahe zu bringen.
Die Kirche blickt inzwischen auf eine fast 2000-jährige Geschichte zurück, die Evangelische Kirche in Westfalen auf eine 400-jährige. Dem gegenüber nehmen sich die 50 Jahre, die nun die Evangelische Kirchengemeinde Wickede besteht, eher bescheiden aus.
 
Das läßt uns aber nicht kleinlaut werden. Tradition ist nicht Selbstzweck, genauso wenig wie eine bestimmte Organisationsform der Gläubigen vor Ort.
 
"Es wird auch gelehrt, dass allezeit eine heilige, christliche Kirche sein und bleiben muss" formuliert schon das Augsburger Bekenntnis 1530. So gab es lange vor dem Entstehen einer eigenständigen Gemeinde und dem Bau einer Kirche Evangelische Christen in Wickede. Und es wird sie auch dann noch geben, sollte  Gemeinde wie Gebäude einmal im Gang der Geschichte untergehen.
 
"Prüfet alles, das beste behaltet!" schreibt der Apostel Paulus schon an die Thessalonicher (1. Thess 5,21). Wir sind Traditionalisten in diesem Sinne. Dem was sich bewährt hat, verpflichtet und dem, was kommt, gegenüber aufgeschlossen.

 

Kinder- und Jugendarbeit in der Evangelischen Kirche ist mehr als Nachwuchsförderung. Jesus selbst stellt die Kinder in ihrem religiösen Urvertrauen den Erwachsenen als Vorbild hin: "Laßt die Kinder zu mir kommen und wehret ihnen nicht; denn solchen gehört das Reich Gottes" (Mk 10,14). So ist der kirchliche Kontakt mit der heranwachsenden Generation als wechselseitiger Lernprozess gedacht: Beide lernen im Umgang miteinander voneinander.

Eine differenzierte Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ist deshalb erforderlich, weil die Lebenswelten dieser Generation sich fundamental von der der Erwachsenen unterscheiden. Man begegnet Gott anders nd bringt diese Erfahrung auch anders zum Ausdruck. Hier verstehen zu können und verstanden zu werden erfordert spezielle und flexible Kommunikationsformen von Seiten der Kirche.

Doch auch hier stehen wir in guter Tradition: Jesus "erfand" die literarische Form des Gleichnisses, um seine Vorstellung vom Reich Gottes seinen Zeitgenossen nahe zu bringen.
"Wir sind dazu geboren, einander mitzuteilen.
Weshalb? Doch nicht bloß, um Liebesgeschichten vorzulesen, auf Gastmählern zu wetteifern oder darüber zu reden, wie man am besten Geld scheffeln kann. Nein, die Menschen sollen einander über Gott und die Pflichten der Ethik unterrichten. Das wechselseitige Gespräch möge in guter Gesinnung erfolgen, das heißt, es soll eine wirklich angenehme Auseinandersetzung über diese grundlegenden Dinge sein ".

Besser als mit diesen Worten Philipp Melanchthons kann man den Sinn und Zweck kirchlichen Unterrichts (kurz KU genannt) nicht ausdrücken. In zwei Jahren bereitet er das Kind auf die Konfirmation und damit auf das mündige Christsein vor. Und es geht darin um mehr als um "basics" evangelischen Glaubens. Es geht um "grundlegende Dinge":
Wie will ich als Christ mein Leben führen? Auf diese Frage am Ende eine verantwortliche Antwort geben zu können, ist Ziel des KU - und zwar in Form des miteinander und voneinander Lernens zwischen Lehrendem und Lernenden.

 

 
 
Wir sind dazu geboren, einander mitzuteilen.
Weshalb? Doch nicht bloß, um Liebesgeschichten vorzulesen, auf Gastmählern zu wetteifern oder darüber zu reden, wie man am besten Geld scheffeln kann. Nein, die Menschen sollen einander über Gott und die Pflichten der Ethik unterrichten. Das wechselseitige Gespräch möge in guter Gesinnung erfolgen, das heißt, es soll eine wirklich angenehme Auseinandersetzung über diese grundlegenden Dinge sein ".


Besser als mit diesen Worten Philipp Melanchthons kann man den Sinn und Zweck kirchlichen Unterrichts (kurz KU genannt) nicht ausdrücken. In zwei Jahren bereitet er das Kind auf die Konfirmation und damit auf das mündige Christsein vor. Und es geht darin um mehr als um "basics" evangelischen Glaubens. Es geht um "grundlegende Dinge":
Wie will ich als Christ mein Leben führen? Auf diese Frage am Ende eine verantwortliche Antwort geben zu können, ist Ziel des KU - und zwar in Form des miteinander und voneinander Lernens zwischen Lehrendem und Lernenden.

Die differenzierte Betrachtung der einzelnen Gruppen innerhalb einer Gemeinde ist so alt wie die Kirche selbst. Biblische Bilder davon sind das Haus aus lebendigen Steinen oder der Leib mit den vielen Gliedern. Genauso alt ist jedoch auch der Grundsatz, dass dies keine Wertigkeit bedeutet. Jede/r einzelne und jede Gruppe innerhalb der Kirche hat seinen Wert und seine Berechtigung, solange sie dem Evangelium dient.

Früher war die Rolle der Frau stark an "den "Der "K´s" orientiert: Kinder, Küche, Kirche. Auch die Kirche selbst transportierte über Jahrhunderte ein sehr repressieves Frauenbild. Erst Mitte des letzten Jahrhunderts änderte sich das und man orientierte an anderen biblischen Frauengestalten: Miriam, Esther, Maria Magdalena, Lydia.


So spielen die Frauen in den Gemeinden schon längst nicht mehr die Rolle als treue Kirchebesucher und "Hilfstruppen" der Pfarrperson. Sie sind aufgeschlossenen und selbstbewusste Gemeindeglieder, die die Kirchengemeinde als Freiraum für ihre Interessen, ihre Selbstentfaltung und soziales Engagement begreifen.
Was bleibt ist eine gewisse lebensbiographische Schichtung: Junge Menschen interagieren anders mit ihrer Umwelt als "mid-ager" oder Senioren. So sind auch Gruppenangebote anders angelegt, ob sich hier nun junge Frauen, "mid-ager" oder Seniorinnen treffen.
Nur zu jung oder zu alt ist keine(r): Rebekka oder Maria waren kaum erwachsen, Sarah, die Frau Abrahams, schon hoch betagt, als Gott für sie noch einmal ein ganz neues Lebenskapitel eröffnete. Ach daran wollen wir uns orientieren.

 

Ekklesia bezeichnet im Neuen Testament sowohl die lokale Glaubensmeinschaft als auch die universale Kirche. Als Geburtsstunde der Ekklesia (Kirche, Gemeinde) gilt nach der Tradition das Pfingstfest. Es verband die vorher zerstreuten Völker wieder im Heiligen Geist miteinander.
Christlicher Glaube drängt zur Gemeinschaft. So wie es immer auch schon Eremiten und charismatische Einzelgänger gegeben hat, so waren dies doch immer Randerscheinungen. Originäre Lebensform des Christen in die Glaubensgemeinschaft.

Grundform ist die Parochie, die Ortsgemeinde. Aber es gibt auch funktionale, regionale oder inhaltlich bestimmte Gemeinden wie die Hochschul- die Auslands- oder die missionarischen Gemeinden, um nur drei Beispiele zu nennen.

Nach Evangelischem Verständnis ist dies auch so gewollt. "Denn das genügt zur wahren Einheit der christlichen Kirche, daß das Evangelium einträchtig im reinen Verständnis gepredigt und die Sakramente dem göttlichen Wort gemäß gereicht werden. Und es ist nicht zur wahren Einheit der christlichen Kirche nötig, daß überall die gleichen, von den Menschen eingesetzten Zeremonien eingehalten werden (Confessio Augustana, Art. 7 Von der Kirche).
Und die Hauptfrage wird immer sein, ob die so verfasste Glaubensgemeinschaft in ihrer jeweiligen Form diesen Zweck auch erfüllt - mit einem Wort: Ob sie eine lebendige Gemeinde ist.

Die Gemeinde Wickede/Ruhr besteht aus fünf Ortsteilen (Wickede selbst sowie Wiehagen, Echthausen, Wimbern und Schlückingen) und ist kommunal der äußerste westliche Teil des Kreises Soest. Es ist die Grenze gleich zu drei weiteren Landkreisen: Unna, Iserlohn und dem Hochsauerlandkreis.


Kirchlich bildet die Evangelische Kirchengemeinde Wickede die Nordwestliche Grenze des Kirchenkreises Arnsberg. Er wird gebildet aus 13 Kirchengemeinden und ist knapp 1776  qkm groß. Von den rund 45.000 Evangelischen Christen dieses Kirchenkreises wohnen zur Zeit 2450 in Wickede. Wir haben eine Pfarrstelle, eine Kirche, ein Gemeindehaus und sind Träger einer Jugendeinrichtung (OT) im Gemeindehaus.

Die Gemeinde ist mit rund 50 Jahren - nach kirchlichen Massstäben gemessen - relativ jung (siehe Geschichte). Wir wollen Evangelischen Glauben offen und lebensnah vor Ort vertreten. Dabei verstehen wir uns als ökumenischer Partner aller Konfessionen und Religionen.

Die kommunale Randlage verstehen wir auch als Chance. Wir wollen Brückenbauer sein, und Menschen über Grenzen hinweg miteinander in Kontakt bringen. Wir wollen einander achten und voneinander lernen.

Die differenzierte Betrachtung der einzelnen Gruppen innerhalb einer Gemeinde ist so alt wie die Kirche selbst. Biblische Bilder davon sind das Haus aus lebendigen Steinen oder der Leib mit den vielen Gliedern. Genauso alt ist jedoch auch der Grundsatz, dass dies keine Wertigkeit bedeutet. Jede/r einzelne und jede Gruppe innerhalb der Kirche hat seinen Wert und seine Berechtigung, solange sie dem Evangelium dient.

Früher war die Rolle der Frau stark an "den "Der "K´s" orientiert: Kinder, Küche, Kirche. Auch die Kirche selbst transportierte über Jahrhunderte ein sehr repressieves Frauenbild. Erst Mitte des letzten Jahrhunderts änderte sich das und man orientierte sich an anderen biblischen Frauengestalten: Miriam, Esther, Maria Magdalena, Lydia.


So spielen die Frauen in den Gemeinden schon längst nicht mehr die Rolle als treue Kirchebesucher und "Hilfstruppen" der Pfarrperson. Sie sind aufgeschlossenen und selbstbewusste Gemeindeglieder, die die Kirchengemeinde als Freiraum für ihre Interessen, ihre Selbstentfaltung und soziales Engagement begreifen.
Was bleibt ist eine gewisse lebensbiographische Schichtung: Junge Menschen interagieren anders mit ihrer Umwelt als "mid-ager" oder Senioren. So sind auch Gruppenangebote anders angelegt, ob sich hier nun junge Frauen, "mid-ager" oder Seniorinnen treffen.
Nur zu jung oder zu alt ist keine(r): Rebekka oder Maria waren kaum erwachsen, Sarah, die Frau Abrahams, schon hoch betagt, als Gott für sie noch einmal ein ganz neues Lebenskapitel eröffnete. Ach daran wollen wir uns orientieren.

 

Die Kirche blickt inzwischen auf eine fast 2000-jährige Geschichte zurück, die Evangelische Kirche in Westfalen auf eine 400-jährige. Dem gegenüber nehmen sich die 50 Jahre, die nun die Evangelische Kirchengemeinde Wickede besteht, eher bescheiden aus.
 
Das läßt uns aber nicht kleinlaut werden. Tradition ist nicht Selbstzweck, genauso wenig wie eine bestimmte Organisationsform der Gläubigen vor Ort.
 
"Es wird auch gelehrt, dass allezeit eine heilige, christliche Kirche sein und bleiben muss" formuliert schon das Augsburger Bekenntnis 1530. So gab es lange vor dem Entstehen einer eigenständigen Gemeinde und dem Bau einer Kirche Evangelische Christen in Wickede. Und es wird sie auch dann noch geben, sollte  Gemeinde wie Gebäude einmal im Gang der Geschichte untergehen.
 
"Prüfet alles, das beste behaltet!" schreibt der Apostel Paulus schon an die Thessalonicher (1. Thess 5,21). Wir sind Traditionalisten in diesem Sinne. Dem was sich bewährt hat, verpflichtet und dem, was kommt, gegenüber aufgeschlossen.

 

Es mag komisch klingen, im Rahmen einer Kirchengemeinde von "Service" zu sprechen. Schließlich ist die Aufgabe der Kirche die Verkündigung des Reiches Gottes, nicht die Angleichung an diese Welt und ihre Geschäftigkeit.

Doch schließlich wollen Menschen mit uns in Kontakt treten, müssen zu uns finden können und wollen wissen, was für Angebote wir füs sie haben.

So bleibt unser Service ein notwendiges Übel zur Erfüllung unserer Aufgabe (siehe oben).
 
 
Der Gottesdienst ist die zentrale Veranstaltung und Glaubensäußerung einer jeden christlichen Gemeinde. Sie lobt Gott für seine Taten, erbittet Vergebung für getanes Fehlverhalten, hört auf Schriftlesungen und ihre Auslegung - die Predigt - , bekommt Trost und Erbauung und bringt ihre Anliegen in Bitten vor ihn.

Weitere regelmäßige, aber nicht ständige Elemente sind das Abendmahl und Taufen.

Im Gottesdienst weiss sich die christliche Gemeinde in doppelter Weise verbunden: Mit ihrem erhöhten Herrn und mit den Gläubigen vor Ort. Deshalb ist der Gottesdienst etwas anderes als z.B. eine Mitgliederversammlung.

Einladen zum Gottesdienst tut die Gemeinde, geleitet wird der Gottesdienst von einem/einer von der Kirche dazu Berufenen und Ordinierten. Dazu können noch weitere Gestaltende kommen: Musiker, Organist/in, Küster/in, Lektor(inn)en ...

Originärer Tag für die Feier des Gottesdienstes ist der Sonntag, "Tag des Herrn". Zu besonderen Anlässen kann jedoch zusätzlich an anderen Tagen Gottesdienst gefeiert werden. Doch bleibt der Sonntag als "Tag des Herrn" Gott in besonderer Weise geweiht und vorbehalten.
Glaube ist mehr als ein Für-Wahr-Halten. Und Spiritualität ist mehr ein Vergeistigt-Sein. "Glaube und Spiritualität" ist die elementare Lebensäußerung eines religiösen Menschen. Das Gefühl von Verbundenheit und unbedingtem Vertrauen in eine Macht, die jedes Verstehen übersteigt.
Jedoch nicht die Möglichkeit der Verständigung über dieses Gefühl. Das Ergriffensein vom heiligen Geist am Pfingsttag machte die Apostel Jesu überhaupt erst sprachfähig.
So verbirgt sich hinter "Glaube und Spiritiualität" als Arbeitsfeld einer Kirchengemeinde zugleich Übung in als auch Reflektion über das Ergriffensein von Gott.

Beides ist nötig.
Denn Gotteserfahrungen sind sehr persönlich und sehr individuell und bedürfen der Verortung im Rahmen einer Gemeinschaft. Damit aus Vertrauen nicht Abhängigkeit und aus Verbundenheit nicht Schwärmerei wird. So warnt schon Paulus die Enthusiasten: "Den Geist dämpft nicht. Prophetische Rede verachtet nicht. Prüft aber alles, und das Gute behaltet" (1.Thess 5,19-21).
Der Gottesdienst ist die zentrale Veranstaltung und Glaubensäußerung einer jeden christlichen Gemeinde. Sie lobt Gott für seine Taten, erbittet Vergebung für getanes Fehlverhalten, hört auf Schriftlesungen und ihre Auslegung - die Predigt - , bekommt Trost und Erbauung und bringt ihre Anliegen in Bitten vor ihn.

Weitere regelmäßige, aber nicht ständige Elemente sind das Abendmahl und Taufen.

Im Gottesdienst weiss sich die christliche Gemeinde in doppelter Weise verbunden: Mit ihrem erhöhten Herrn und mit den Gläubigen vor Ort. Deshalb ist der Gottesdienst etwas anderes als z.B. eine Mitgliederversammlung.

Einladen zum Gottesdienst tut die Gemeinde, geleitet wird der Gottesdienst von einem/einer von der Kirche dazu Berufenen und Ordinierten. Dazu können noch weitere Gestaltende kommen: Musiker, Organist/in, Küster/in, Lektor(inn)en ...

Originärer Tag für die Feier des Gottesdienstes ist der Sonntag, "Tag des Herrn". Zu besonderen Anlässen kann jedoch zusätzlich an anderen Tagen Gottesdienst gefeiert werden. Doch bleibt der Sonntag als "Tag des Herrn" Gott in besonderer Weise geweiht und vorbehalten.
Dies ist kein Nachrichtenticker.
Wie auch sonst "bei Kirchens" läuft es hier etwas - wohltuend - langsamer als in der übrigen Welt.
Hier finden Sie Neuigkeiten, aber auch Kleinigkeiten. Geplantes und Angedachtes, Projekte, Termine, Verschiebungen und Absagen.
Trotzdem soll diese Seite natürlich aktuell sein. Und hoffentlich immer informativ. Denn schließlich sollen die Jüngerinnen und Jünger des Herrn stets am Puls der Zeit sein: "Darum seid auch ihr bereit! Denn der Menschensohn kommt zu einer Stunde, da ihr's nicht meint" (Mt 24,44).